Das Canon 70-200mm F/2.8 L IS USM ist definitv eines meiner Lieblingsobjektive. Es ist sehr scharf, hell und hat einen guten Zoombereich. Vom Gewicht her ist es auch recht erträglich. Zusammen mit dem Canon 24-70mm F/2.8 L USM bildet es die Grundausrüstung für jeden professionellen Konzertfotografen !
Bildstabilisator
Den Bildstabilisator gibt es in zwei Modi, die du am Objektiv selbst umschalten kannst. Modus 1 ist der normal Bildstabilisator, welcher sowohl vertikale, als auch horizontale Schwingungen ausgleicht. Dies tut er auch so gut, dass die Fotos wesentlich schärfer werden, als ohne Stabilisator. Umgesetzt wird dies durch eine bewegliche Linse, die auf Magneten gelagert ist.
Im Modus 2 werden nicht mehr alle Schwingungen reduziert, dieser Modus ist für bewegte Motive gedacht, damit du das Objektiv ohne verzögerung nachziehen kannst. Für Sportfotografen kann dies besonders wichtig sein. Außerdem kannst du den Bildstabilisator für Stativaufnahmen auch ganz abschalten.
Autofokus
Für den Autofokus können zwei verschiedene Mindestentfernungen gewählt werden. Es stehen 1,2m und 2,5m zur Auswahl. Mit dem Schalter auf 2,5m fokussiert das Canon 70-200mm F/2.8 L IS USM etwas schneller, allerdings musst du dafür auch weit genug vom Motiv entfernt sein. Bei 1,2m ist die Naheinstellgrenze im Vergleich etwas kürzer.
Außerdem kann der Autofokus auch am Objektiv abgeschalten werden. Um manuell zu fokussieren ist dies nicht nötig, da es über Fulltime-Manual verfügt. Das bedeutet, dass im One-Shot Modus nach dem Fokussieren noch von Hand korrigiert werden kann.
Gegenlichtblende
Die fällt ganz gerne mal ab, trotz Schraubgewinde. Darauf solltest du etwas achten, wenn du in der Menge unterwegs bist, sonst geht sie dir verlohren. Eine neue Gegenlichtblende von Canon kostet schnell um die 50 Euro! Sonst bietet sie aber eine sehr gute Abschirmung deiner Frontlinse und verhindert das Einfallen von Streulicht sehr effektiv.
Filter am Canon 70-200mm F/2.8 L IS USM
Falls du gerne Filter am Canon 70-200mm F/2.8 L IS USM verwenden möchtest, brauchst du dir keine Sorgen machen. Es verfügt über ein 77mm Filtergewinde, welches beim Fokussieren nicht rotiert. Die Objektivlänge ist ebenfalls konstant.
Sonstige Daten
- 23 Linsen in 18 Gliedern
- 4 UD-Linsen
- Maße 86,2mm x 197mm
- Gewicht: 1,57kg
- Naheinstellgrenze 1,4m
- größter Abbildungsmaßstab 0,17 bei 200mm
- Abstandsinformationen
- Abbildungsmaßstab mit EF 12 II: 0,22-0,06
- Abbildungsmaßstab mit EF 25 II: 0,41-0,14
- USM
- kleinste Blende 32
- 8 Blendlamellen
- Filtergewinde: 77mm
- Gegenlichtblende ET-86
Wer Beispielbilder sucht, brauch sich nur mal durch meine Fotos klicken. Fast alles was close-up ist, gehört zum Canon 70-200mm F/2.8 L IS USM.

Danke für diesen schönen Beitrag (der ganze Blog ist toll).
Ich würde mir dieses Objektiv liebend gerne zulegen, scheue aber vor den knapp 2000 Euro zurück. Als Hobbyfotograf muß ich mir das dann doch 2-3 mal überlegen.
Hast du evtl. dieses Objektiv mit den beiden Geschwistern vergleichen können – das mit F/4.0 und das ohne Bildstabilisator?
Hi, ich habe die anderen Objektive nicht ausgiebig getestet, aber doch schon ein paar mal in den Fingern gehabt. Außerdem lässt sich durch etwas Erfahrung schon gut beurteilen was sinnvoll ist.
Version mit Blende 4:
Wenn du nicht bei schlechtestem Licht arbeitest wird diese Version sehr wohl reichen. Bei Blende 2.8 ist die Tiefenschärfe nämlich extrem klein, was auch oft störend ist. Hast du die 2.8er Version und blendest ab, würdest du keinen Vorteil mehr haben. Darum würde ich dir die 4er Version MIT Bildstabilisator empfehlen.
Version ohne Bildstabilisator:
Von allen Versionen ohne Stabilisator rate ich dringend hab ! Der IS sorgt für einen viel ruhigeren Halt. Teleobjektive ohne Stabi eignen sich nur für die Arbeit mit dem Stativ. Ich habe selber ein 85mm f1.2 was eine der schärfsten Linsen bei Canon ist. Trotzdem nutze ich das Objektiv nur wenn ich diese Blende brauche, denn der fehlende Bildstabi ist in schnellen und dunklen Situationen störend ! Bei 200mm ist das Problem noch viel größer. Daher hier lieber Finger weg.
Sollte dein Budget doch die 2.8er Version mit IS zulassen, würde ich hier das neue Model nehmen, da es wesentlich ausgereifter ist. Das alte Model hat öfter Fokusprobleme (besonders bei der 5D mark ii und den 3stelligen Modellen).
liebe Grüße,
Micha
Vielleicht solltest du daran denken, dass für viele Sportfotografen die Version ohne IS von Vorteil ist, da es nun mal billiger ist und die Belichtungszeiten beim Fussball zum Beispiel sowieso im Bereich von 1/400 liegen. Da kann man theoretisch schon wenig verwackeln. Mit einem Einbeinstativ hat man sogar genauso gut die Möglichkeit Schwenks zu realisieren, ohne 900€ für den IS auszugeben.
Gruß
Camo