Egal ob hauptberuflich oder als Nebenjob, Partyfotograf kann für eine Weile ein toller Job sein. In diesem Artikel beschreibe ich wie du als Fotograf in der Partyszene arbeiten kannst. Ich selbst habe auch als Party- und Eventfotograf angefangen, bevor ich zur Presse gewechselt bin.
Voraussetzungen für Partyfotografen
Es braucht nicht viel um die ersten Fotos auf der nächsten Party zu schießen. Möchtest du jedoch damit Geld verdienen bedarf es einer einfachen Spiegelreflexkamera. Ich habe mit einer Canon EOS 450D angefangen, jede andere ist aber genauso gut geeignet. Dazu brauchst du den passenden Blitz (z.B.: Canon 430 EX II oder Canon 580 EX II ). Als Objektiv eignet sich ein normales 18-55mm oder alles was im Weitwinkelbereich liegt.
Tipp: Am Blitz solltest du nicht sparen, da es bei Partys besonders auf gutes ETTL ankommt. Ein Blitz vom Kamerahersteller ist daher besser.
Die richtige Agentur
Es gibt zahlreiche Portale die Partyfotos anbieten, aber nur wenige die Geld zahlen und noch weniger die gut bezahlen. Für den Anfang macht es Sinn bei einer kleinen Agentur in deiner Stadt zu arbeiten. Dann hast du nämlich bessere Voraussetzungen dir ein gutes Gehalt bei den großen Portalen heraus zu handeln. Doch um mit Partyfotos geld zu verdienen, müssen diese auch sehr gut sein ! Wenn du der Meinung bist, genug geübt zu haben ist es an der Zeit dich bei den Profiagenturen zu bewerben. Bundesweit sind das Nightpaper und Virtual Nights.
Wer zahlt wie viel ?
Am besten bezahlt derzeit Nightpaper. Der normale Satz für einen Club beträgt 25 Euro. Dieser kann bis 45 Euro gesteigert werden, wenn du wirklich sehr gut bist. Erst dann lohnt es sich auch.
Virtual Nights ist wesentlich größer, aber auch bürokratischer. Es wird weniger auf Qualität geachtet und daher werden hier nur 15 Euro gezahlt. Es ist schwer an höhere Positionen zu kommen. Dort Hauptberuflich als Fotograf zu arbeiten ist also fast nicht möglich. Der Vorteil von Virtual Nights ist allerdings die Firmengröße. Über VN kannst du dich für fast jedes Event in ganz Deutschland akkreditieren lassen. So kannst du erste Erfahrungen in Bereichen wie Konzert und Sport sammeln.
Geschwindigkeit und Stundenlohn
Jetzt wo du weißt wie schlecht bezahlt wird fragst du dich sicher, wie man damit leben soll. Der Trick liegt in der Geschwindigkeit! Clubs müssen schnell erledigt werden, dann kannst du am Abend 2 bis 4 Locations aufsuchen. Das macht dann 50 bis 100 Euro an nur einem Abend! Um das zu schaffen musst du allerdings sehr offen und direkt mit Menschen umgehen können. Hast du es einmal gelernt Fremde an zu sprechen bleibt dir diese Fähigkeit auch für spätere Berufe erhalten! Für einen Club mit 75 Fotos habe ich etwa 40 bis 60 Minuten gebraucht. Es muss also schnell gehen ! Trotzdem müssen die Fotos immer besser sein, als die der anderen Fotogafen.
Hausfotograf als Ziel
Hast du dich wirklich dazu entschieden hauptberuflich im Nachtleben zu arbeiten, ist der einzige Weg zu einem guten Gehalt der Weg des Hausfotografen. Besonders angesagte Clubs wollen gute Fotos und keine Flyer von den Portalen im Haus. Daher werden hier eigene Fotografen beschäftigt. Als Hausfotograf sind je nach Club zwischen 50 und 100 Euro je Abend möglich. Bei kleinen Clubs kann der Betrag auch geringer sein und lohnt sich daher nur für Hobbyfotografen. Um ein solides Einkommen zu haben, brauchst du mehrere Clubs.
Kein freies Wochenende
Für Partyfotografen gibt es kein freies Wochenende. Zu meiner Hochzeit als Eventfotograf habe ich am Freitag und am Samstag je 3 Clubs fotografiert. Das ist zwar sehr anstrengend, allerdings lohnt es sich dann finanziell. Unter der Woche hat man öfter frei, da nur wenige Clubs wirklich viele Besucher an den Werktagen haben.
Vorteile von Partyfotografen
Neben den ganzen billigen Versprechen wie Freigetränken und Schulungen (die nie statt finden), gibt es jedoch auch echte Vorteile. Als Partyfotograf hast du zum Beispiel am Tage nicht viel zu tun. Das gibt dir Zeit andere Projekte zu verfolgen. Du kannst zum Beispiel in einem Studio oder für die Presse arbeiten. Auch andere Berufe sind möglich, wenn du Fotografie nur als Nebenjob oder bezahltes Hobby betreibst. Über die Portale bekommst du außerdem auch Zugang zu anderen Gebieten der Fotografie wie zum Beispiel Presse- oder Konzertfotografie.
Nachteile des Szenefotografen
Der größte Nachteil ist der große Unmut bei den Clubs und Portalen Geld aus zu geben. Nur wenige erkennen Qualität und viele setzen auf schlechte Knipser statt gute Fotografen. Außerdem lassen sich Clubs und damit auch Portale gerne Zeit mit der Bezahlung und fast jeden Monat gibt es Unregelmäßigkeiten.
Fazit
Ich möchte die Zeit als Partyfotograf zwar nicht missen, allerdings ist dieser Beruf mit viel Stress verbunden. Jetzt freue ich mich über regelmäßige Abrechnungen mit meiner Agentur und bessere Bezahlung als Pressefotograf. Ohne den Weg über die Eventportale wäre ich allerdings nie so weit gekommen, da ich mir damit meine teure Ausrüstung verdient und viel gelernt habe.



Hallo, bin über google hierher gelangt, sehr lässiger blog!
Meine Frage, wie hast du die oberen 2 Fotos gemacht?
Langzeitbelichtung und 2. Blitzvorhang schätz ich mal,
aber welche Einstellung hast du da und wie geht man hier vor?
Über einen Tipp wär ich dir sehr dankbar.
Weiter so